Aktion 1998: Textur + Tiefe

Wie ein Katalysator im Labor des Wissenschaftlers, gibt das Jahresthema in den Aktionen von x.kurs Impulse fr den Auseinandersetzungsprozess mit der Landschaft. Textur und Tiefe, sowohl im zwei-, als auch im dreidimensionalen Sinn besitzen in der menschlichen Wahrnehmung eine zentrale Bedeutung. Der Begriff Textur steht für eine inhomogene Oberflächenbeschaffenheit. Eine Textur weist sicht- und fühlbaren Eigenschaften auf. In Abhängigkeit vom Betrachtungsmaßstab variiert die Wahrnehmung von Texturen zwischen einem flächigen und räumlichen Erscheinungsbild. In der Landschaftsarchitektur liegt ein Schwerpunkt in der Gestaltung von Oberflächen. Diese Oberflächen weisen meist einen stark texturierten Charakter auf. Der gestalterischen Wirkung von Texturen kommt damit eine zentrale Bedeutung zu.

Wie und wodurch entstehen landschaftliche Texturen?

Entstehen in neuen Landschaften neue Formen von Texturen?

Welche emotionale Wirkungen werden bei der Wahrnehmung von Texturen ausgelöst?

Wann wird aus einer bedeutungslosen Textur eine bedeutungsvolle Struktur und wieweit ist dieser Übergang für den Entwurf nutzbar?

Der Begriff Tiefe beschreibt eine räumliche Ausdehnung. Eine Besonderheit der Landschaftsarchitektur, die sie wesentlich von der Architektur auf der einen und von der Grafik auf der anderen Seite unterscheidet, sind die fließenden Übergänge zwischen Fläche und Raum in der Landschaft. Dennoch wird dieser Aspekt bei der Gestaltung von Landschaft in der Regel vernachlässigt, im Gegenteil bestimmen Plangrafik und Entlehnungen aus der Hochbauarchitektur die Entwürfe.

Wo liegen die Unterschiede zwischen landschaftsarchitektonischen und architektonischen Elementen?

Wo liegt das Spannungsfeld im Übergang von Fläche zu Raum?

Kann die Nutzung dieses Potentials der Landschaftsarchitektur neue Ausdrucksformen verleihen?

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