"Idee + Material" heißt das Jahresthema 2003. Die Idee ist das gedankliche Gerüst eines Entwurfs und als solche kaum fass- oder greifbar. Der Steinquader, das Holzbankett, die Wasserfläche oder eine Stahlreling hingegen sind ganz konkret fühlbar und sinnlich erfahrbar. Idee und Material sind nach dieser Lesart die am weitesten entfernten Teile eines Entwurfs. Erst die Realisierung lässt die Entwurfsidee zum gebauten Objekt, zum benutzbaren Park, zum künstlerischen Ort werden. Die Materialverwendung ist das konkreteste Vokabular der Landschaftsarchitektur, schafft Atmosphäre und drückt die Idee bis ins Detail aus.
Exkursionsziel ist das dänische Kopenhagen und seine Umgebung, eine Stadt in der nicht nur in den letzten Jahren viele interessante Plätze und Orte entstanden sind. Der skandinavische Geist, der an diesen Orten durch klare Formen und bewusst eingesetzte Materialien erfahrbar ist, soll unsere erfinderischen Analysen, Modelle und Collagen inspirieren, mit denen wir der Beziehung von Material und Idee näherkommen wollen.
Am Donnerstag beschäftigt uns vor allem die Atmosphäre eines Ortes. Wir werden eine relativ große Anzahl von Plätzen aufsuchen und unter atmosphärischem Blickwinkel betrachten. Dabei werden Zitate der jeweiligen Urheber zu ihrem Entwurf diskutiert, in denen diese sich zur Idee, Atmosphäre und Materialisierung äußern.
Am Freitag wird ein wenig Tempo aus dem Exkursionsprogramm genommen. Gedacht ist, nur zwei Orte aufzusuchen beispielsweise einen Stadtplatz und einen Naturraum und hier mehrere Aspekte zur Materialität zu betrachten. Diese Aspekte können sein: Material und Funktion, Material und Gestalt, Material und Ortsbezug, Material und Grenzen.
Samstags widmen wir uns dann ganz dem übergeordneten Thema Idee und Material. Die Auswahl der Freiräume soll zudem ein Querschnitt durch die Zeit sein also vom mittelalterlichen bis zum modernen Platz.
Ergänzen möchten wir unsere Exkursion durch ein Interview mit einem dänischen Entwerfer.
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